PHILOSOPHIE
House of Tennis betrachtet Tennis als Spiegel um zu erkennen was es an Beweglichkeit und Verhalten noch zu lernen gibt.
Nach dem House of Tennis Konzept zu arbeiten heißt, bereit zu sein sich selbst zu erkennen, Schwächen und Fehler als größte Lern- und Entwicklungschance zu betrachten und damit Zugang zu seinem wahren Potenzial zu finden. Ausgelassene Lernstufen führen immer zu Kompensationen durch dafür nicht vorgesehene Systeme. Kompensationen führen immer zu Überlastungen der kompensierenden Bereiche und damit im Spiel zu Fehlern und/ oder zu Verletzungen. Je früher Kompensationsmuster erkannt werden und die nötigen Lernstufen erfüllt werden, desto besser die individuelle Entwicklung.

Natürlich verbessert sich auch ein Spieler mit Kompensationsmustern, dennoch bleibt er bei der Kompensation und das wahre Potential wird nicht erreichbar sein, da ein Bereich in der Lernkette ausgelassen bleibt.

Wir legen daher allergrößten Wert auf die Einhaltung der elementaren Grundprinzipien des Lernens. (Universelle Lernprinzipien)
- Erst langsam dann schnell
- Vom kleinen Schritt zum großen
- Erst die Präzision, dann die Geschwindigkeit


Im Kinder- und Jugendbereich heißt das vor allem aufmerksam zu beobachten was an Koordinationsfähigkeiten entwickelt ist und was noch fehlt, um beim Tennisspielen frei und beweglich zu sein. Zu frühes Fordern von schwer koordinierbaren Bewegungsabläufen führt zu Kompensationen und Überlastungen und damit zu Einschränkungen in der körperlichen und geistigen Entwicklung.

Mit wenigen Ausnahmen sind Kinder heute mit 5-6 Jahren mit dem Tennis noch überfordert und brauchen noch sehr viele koordinative Spiele und Übungen um für diesen Sport vorbereitet zu sein. Grundsätzlich wird meiner Meinung nach zu früh zu intensiv Tennis gespielt und auf die allgemeine körperliche und geistige Ausbildung vergessen.

Im Erwachsenenbereich gilt es die Koordinationsfehler anzuschauen und in dem Bereich mit der höchsten Priorität zu beginnen. Ziel ist es unbewusste Blockaden zu lösen um stressfrei neue Bewegungsabläufe lernen zu können.
Die Reserven die sich für Profispieler zeigen würden, liegen brach und bleiben ungenutzt, solange die Spieler nicht selbst merken, dass etwas nicht stimmt. Solange die Entwicklung vom Resultat weiter geht, fühlen sich Spieler und Trainer bestätigt. Um wie viel besser die Entwicklung sein könnte, wenn auch in anderen Bereichen optimiert werden würde, wird leider noch zu selten hinterfragt. Erst wenn die Spieler an ihre Grenzen stoßen, oder durch häufige Verletzungen gestoppt werden, beginnen sie sich auch auf anderen Ebenen nach Lösungen umzuschauen.
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